Coppa d'Europa

7.-10. April 2005 - Kreuz und quer durch Europa - oder so.

1000 km in drei Tagen, und das Anfang April.
Wir haben uns für dieses Abenteuer entschieden und freuen uns schon riesig darauf...

Mehr Infos zur Coppa d'Europa 2005........

Und so kommt dann alles:

Coppa d'Europa ist angesagt - wir (Markus, TS-6532-L und ich) haben in der Klasse "Touring" gemeldet und erhalten am Donnerstag Abend bei der Dokumentenabnahme die Startnummer 04.

Freitag, 08.04.2005 - 08:04 Uhr - Start am Dreiländerpunkt in Vaals - rüber nach Belgien und durch einen Bach - Wasserhöhe ca. 50 cm bis Mitte Türen.

Dann, über schlimmste Feldwege nach Chinesenzeichen und Kartenausschnitten den Weg nach Luxemburg finden. Alles unter Zeitdruck mit einem Schnitt von 45 km/Std. (Auf der Straße nicht schwierig, im Gelände eher schon)

Zum Lunch kommen wir mit 110 Min Verspätung. Also kein Lunch, nur Brote - in 10 Min. geht's weiter.

Haben wir uns und unserem Auto zuviel zugemutet? Coupe des Alpes 1955 war sicher schwieriger – bloß nicht aufgeben!

Hoffentlich hält das Auto – und die Lockheed-Hinterachse!

Nachmittags geht's schon besser. Langsam kehrt etwas Routine ein. Ist ja das erste Mal für uns drei, solch eine internationale historische Rallye.

Inzwischen ist es auch fast egal, wenn das Auto wieder in ein riesiges Schlagloch fällt und das Wasser über die Motorhaube schwappt.

Zwischendurch Sonderprüfungen mit Slalom bergauf und bergab nach Idealzeit - ist nur unter Vollgas zu schaffen.

Am Abend im Parc Hotel in Mondorf (L) haben die ersten Teams aufgegeben oder sind ausgefallen.

Diese Veranstaltung wird unter dem Benelux - Convenant für historische Rallye´s ausgetragen und ist keine Kaffeefahrt – auch nicht für die Klasse Touring.

Für „Touring“ wird die Nachtetappe gestrichen - aber, wer will der kann ohne Strafpunkte fahren - vorgegebener Schnitt 49,9 – das ist heftig! Wir wollen! Von 20:04 bis 22:00 Uhr durch die „Karpaten“, das übt!

Am nächsten Morgen stehen wir auf der Liste an erster Stelle :-)

Hoffentlich hält das Auto – und die Lockheed Hinterachse!.

Samstag - zweiter Tag: Start um 09:04 Uhr - wieder kürzeste Strecke von Punkt zu Punkt auf Landkarten finden. An der "richtigen" Strecke stehen die Stempelkontrollen.

Dann 5 mal Gleichmäßigkeitsfahren mit 45er Schnitt durch Felder, Wiesen und Weinberge. Startzeiten der Etappen stehen fest – wir brauchen „nur“ pünktlich am Start zu sein, dann ist alles ganz einfach. Bedeutet: zwischen den Etappen Gas geben. Anweisung vom Navigator: "Gib Gas, Papa!"

Überhaupt hat der Navigator 70% Anteil am Erfolg und der Fahrer nur 30%, oder so.

Sonderprüfungen auf den Feldern um Oberehe: 2,47 km in 3:18 mit Stempelkontrolle dazwischen (heißt: anhalten, stempeln. weiterfahren) und Slalom durch die Felder. Hunderte (oder zig) Zuschauer auf den Rängen. Wir lassen "die Kuh fliegen": 0 Strafpunkte!

Nächster Test: 1,83 km in 2:12 incl. Stempelkontrolle - wieder 0 Strafpunkte! Kommentar vom Navigator: „Gut gefahren, Papa!“

Übernachtung/Dinner in Gerolstein!

Sonntag: Wir haben unsere Position ausgebaut - 437 Punkte Abstand zu Klaus und Karin, die den Platz mit dem niederländischen Spitfire getauscht haben und jetzt mit ihrem TR3 an zweiter Stelle liegen.

Hoffentlich hält unser Auto – und die Lockheed Hinterachse!

Punkt 09:04 Uhr geht es weiter zum Slalom auf dem Viehmarktplatz in Hillesheim - 250 m um Pylone und Bäume in 30 sec - Finish à Cheval = Ziellinie zwischen Vorder- und Hinterrädern - 0 Strafpunkte :-))

Klaus+Markus - Sonderprüfung Oberehe Klaus+Markus - Slalom Hillesheim Klaus+Karin - Sonderprüfung Oberehe

 

 

 

 

Ein Klick auf's Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Versammlung der Unerschrockenen bei der Dokumentenabnahme. Freitag, 08.04.2005 - 08:04 Uhr - Start von Team 04. ......nur 10 min Mittagspause, weil wir zu spät dran sind! Schlaf der Gerechten im Parc Hotel Mondorf (L) Auf zu neuen Taten in Schneeberg! Wertungsprüfung! Wertungsprüfung!

Diese drei professionellen Bilder wurden von Natascha Theisen geschossen. Sie hat ein Redaktionsbüro für Motorsport-Fotografie und -Berichterstattung in Hillesheim.  Kontakt: info@redaktionsbuero-theisen.de

Danach Chinesen und Karte bis Schwammenauel - Pause - weiter zum Test Raerener Wald: Gleichmäßigkeitstest, rund 10 km mit 45er Schnitt (kein Problem mehr) wenn nicht die letzten 300 m Schotterweg mit riesigen Schlaglöchern wären - egal: Schnitt halten und drüber - von Stoßdämpfern kann inzwischen keine Rede mehr sein.

Jetzt geht's locker weiter zum Dreiländereck und, wir haben das Ding wirklich im Sack: Sieger der Klasse Touring, und das im ältesten Auto. Papa und Sohn sind mächtig stolz. Auf dem zweiten Platz Klaus und Karin im TR3, mit Recht auch mächtig stolz – ein super Ergebnis für unsere Sidescreen TRs. Ken und Gazo hätten ihre wahre Freude daran gehabt – na ja, wenigstens ein bisschen.

Tja, und unsere TRs haben sich auch riesig gefreut, dass sie den Wettstreit mit Ferrari, Austin Healey (die sind es von damals gewohnt, dass die TRs vorne fahren), Mercedes, Porsche, Alfa, Excalibur und Plymouth Prawler für sich entscheiden konnten (grins).

Fazit: Tolles Weekend - klasse Teamleistung - rundum happy!

Danke Markus und danke TS-6532-L !

Wertungsprüfung! Letzte Pause in Schwammenauel am Rursee.
...unbedingt nötiges Rallye-Equipment. Geschafft - wieder am Ziel - Dreiländerpunkt in Vaals.
Der Lohn für die Strapazen - erster und zweiter Platz für die TRs - ist es nicht schön!?
Nachsorge: Grundreinigung mit dem Hochdruckreiniger.... ....Dreck aus den Kotflügelecken entfernen und Strossdämpfer wieder festschrauben!