13. Int. Gold Race!

15. August 2009 - Fünfter Lauf zum Euregio-Classic-Cup 2009!

Der MSC-Huchem-Stammeln e.V. hat zum 13. Gold Race geladen und, wir fahren hin. Mehr als 80 Teams sind erwartungsvoll angereist, um einen schönen Tag mit ihren Oldtimern zu verbringen.

Der Rahmen, sprich das Wetter, passt: Frau Kleinert (Kollegin von Herrn Kachelmann) hat für heute mehr als 30° versprochen.

Morgensfrüh in Lich-Steinstrass!

Frühstück und Papierabnahme ab 08:30 und Fahrerbesprechung Punkt 09:45 Uhr geben den ersten Zeitrahmen vor.

Das Fahrerhandbuch, in dem Aufgabenstellung, Wertungsrichtlinien und Übersichtskarten verzeichnet sind, gibt es sofort.

Das Bordbuch (Roadbook) mit der Wegbeschreibung mittels Chinesenzeichen wird kurz vor dem Vorstart ausgehändigt.

Der Vorstart des ersten Fahrzeuges ist für 10:30 Uhr festgelegt.

Vom Vorstart am Bürgerhaus in Lich-Steinstrass geht es zum Hexenturm in Jülich.

...viele bekannte Autos!

Dort werden die Teams mit ihren Fahrzeugen vorgestellt und pünktlich, zur vorgesehenen Startzeit, auf die Reise geschickt.

Bunte Mischung... Lich sieht rot!

Heute gibt es eine Besonderheit bei den „Chinesen“: Es ist der dick gezeichneten Linie zu folgen!

Unterwegs sind Sicht- und Stempelkontrollen auf den Bordkarten zu vermerken.

Nach gut 13 (!) km die erste Sonderprüfung: Fahren Sie die Sonderprüfung P1 mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit von 41,7 km/h. Durchfahren Sie das Ziel „fliegend“ nach genau 2 Minuten.

Der Streckenverlauf ist deutlich in einer Karte ausgewiesen. Die Zeitmessung erfolgt elektronisch.

Unser TR2 ist zu schnell und "fliegt" schon nach 1:58,4 über die Ziellinie - macht 1,6 Punkte.

Fahrerbesprechung...

Weiter nach „Chinesen“ zur Sonderprüfung P2: Hier ist die Sollzeit genau 68 Sekunden für einen kleinen Rundkurs. Diesmal zügeln wir unseren Sportwagen und sind deshalb "volle" 0,6 Sek. zu langsam - 0,6 Punkte.

Weiter geht es auf verschlungenen Wegen nach Würselen, wo SP3 auf die Teams wartet: Zwei Damen bedienen ein Gummiseil zwischen zwei Stangen. Die Höhe des Seils wird auf Anweisung des Teams so eingestellt, dass der Abstand zwischen Seil und Oberkante Fahrzeug so gering wie möglich ist. Diese Aufgabe erfordert ein besonderes Augenmaß.

Wir signalisieren den Damen: tiefer..., tiefer..., noch tiefer... (unser TR2 hat nur 117 cm bis Oberkante Frontscheibe). Dann ist es genug! Wir fahren los - das wird knapp... - 3 cm Luft = 0,3 Punkte = nicht schlecht!

Über Aachen geht die Strecke in die Niederlande (NL in die Bordkarte eintragen) in Richtung Simpelfeld, wo im Restaurant „Bernardushoeve Herberge“ 45 Minuten Mittagsrast eingeplant sind.

Restart zur zweiten Etappe. Frau Kleinert hatte deutlich untertrieben: Die gefühlte Temperatur liegt bei etwa 45°.

Und immer wieder auf Sichtkontrollen achten!

 

 

Die Sonderprüfung P4 findet im „Vijlener Bosch“ statt. Sieben Teilabschnitte mit Zeitangaben müssen durchgehend gefahren werden. An jedem Abschnittsende kann eine Zeitkontrolle stehen.

Am Start dieser Prüfung wird noch ein Änderungsblatt für die Streckenführung verteilt, das ins Bordbuch eingearbeitet werden muss.

Wir "tasten" uns entlang der Strecke und versuchen versteckte Zeitkontrollen auszumachen. Und tatsächlich: Ende Abschnitt 1 wird gezeitet: 1,3 Sek. zu spät = 0,65 Punkte.

Weiter - und im Schnitt bleiben.

Schöne Rücken...

Ende Abschnitt 2 erspähen wir die nächste Zeitnahme - genau hinter der Haarnadelkurve. Kurve bedeutet Zeitverlust, also heisst es: Gas geben - 0,3 Sek. zu spät = 0,15 Punkte. Weiter - Abschnittspunkte finden - auf Zeitkontrollen achten.

Wir verpassen den letzten Abzweiger, eiern rum, verlieren Zeit. Drehen, nochmal drehen - da ist der Weg. Volle Pulle durch den Wald zum Ziel. Mindesten 2 Min. zu spät. Aber, hier steht keine Kontrolle.
Glück gehabt! Puh!

Über den Dreiländerpunkt führt die Strecke nach Belgien (B eintragen) und wieder zurück nach Deutschland (D eintragen). Zügig geht es nach Stolberg, wo auf einem großen Parkplatz Sonderprüfung P5 in Form einer Acht zu fahren ist. Beide Bogen sind mit exakt der gleichen Zeit zu fahren.

Wir zeiten unsere erste Runde mit 28 Sek.... und, die Zweite auch mit 28 Sek. = 0 Punkte - Yeeha! (so freut "Mann" sich in Texas)

...abends in Lich-Steinstrass.

Über Gressenich, Hamich, Wenau, Langer- wehe und Luchem geht es nach Frenz, wo der „Indemann“ besucht wird.

Dieser Besuch ist Teil der Bordbuchänderung und wird gerne übersehen - so auch von uns.

In Jülich steht mit P6 die letzte Sonderprüfung auf dem Programm: „ChinesenSchach!“

Eine Liste mit Schachbrett-Koordinaten definiert die Reihenfolge der Chinesenzeichen für den zu fahrenden Parcours.

Das ist spannend und erfordert etwas Vorarbeit.

0 Punkte für uns!!! Not bad at all, folks!

...nach getaner Arbeit!

Der restliche Weg zum Ziel am Hexenturm ist wieder „easy going“.

Nur - irgendwie haben wir wohl eine "75" übersehen. Das haut uns 10 Punkte rein! Autsch! So landen wir statt mit 3,3 Punkten auf Platz 2, mit 13,3 Punkten auf Platz 10 - bad luck!

Die gesamte Tour ist gut durchorganisiert. Die Sonderprüfungen wurden professionell abgewickelt. Das Abendbuffet ist gut und reichlich. Leider wird der positive Gesamteindruck dann doch noch getrübt: Bei der Auswertung wird der Rechner scheinbar von der „Schweinegrippe“ infiziert, sodass die Siegerehrung erst gegen 22:30 Uhr durchgeführt werden kann. Dieses Pech wünscht man natürlich niemandem. Aber, der Teufel steckt im Detail bzw. er ist ein Eichhörnchen.

Oder, wie sagt der Rheinländer: Es ist, wie es ist; weil sonst wär’ es ja anders.

Kopf hoch – das wird schon! - Das gilt übrigens auch für uns - wegen der "75" !