1. Kupferstadt Classic!

12./13. September 2009 - Sechster Lauf zum Euregio-Classic-Cup 2009!

100 Euronen Startgeld sind "'ne Menge Holz"!

Ob dieser stolzen Zahl sind die Erwartungen hoch. Wir bleiben aber skeptisch, weil die Ausschreibung nichts Gutes verheißt. Andere Teilnehmer des ECC verzichten direkt und "nutzen ihre Zeit besser". Wir und 54 weitere Teams wollen unserer Heimatstadt Stolberg und der "Kupferstadt Classic" eine Chance geben...

Technische Abnahme! ...viele bekannte Gesichter!

Samstag - Technische Abnahme der Fahrzeuge bei der GTÜ. Gibt's hier etwa eine Vollabahme? Sieht nur so aus! Erstes Wiedersehen mit einigen Mitstreitern des Euregio-Classic-Cups, nette Gespräche, lockere Stimmung - das passt.

Sonntag - Nieselwetter, das fängt ja gut an! Der Roadster bleibt erstmal offen. Wir fahren zur Startaufstellung in die Fussgängerzone und stellen unser Auto irgendwo ab. Bürgerliches Frühstück in der Rathauskantine, Ausgabe der Fahrtunterlagen und Fahrerbesprechung "im Ratssaal" überbrücken die Zeit bis zum Start.

Raritäten... Viele Autos...
...keine Menschen! ...und Start frei!

09:30 Uhr ist es soweit. Mit Startnummer 11 gehen wir von Startplatz 6 auf die Reise - jetzt mit Regenschutzdach!

Erste Sonderprüfung im Gewerbepark Camp Astrid: Orientierung mit Nullzeitprüfung - nicht schlecht! Wir verfahren uns, müssen neu aufsetzen und uns jetzt beeilen. Es klappt recht gut. Dummerweise müssen wir die gleiche Minute im Ziel nehmen, wie unser Mitstreitedr mit der Startnummer 4.

Die 4 schleicht ins Ziel, während wir Gas geben müssen und zur vollen Minute über die Ziellinie brausen. Ob uns die Zeitnahme überhaupt gesehen hat? - doch, hat sie. Die Zeit passt; aber irgendwie handeln wir uns 5 Orientierungspunkte ein.

Kreuz und quer geht es nun durch Stolberg zurück zum Bastinsweiher.

Unterwegs müssen Suchbilder zugeordnet werden.

Das ist wie Kindergeburtstag: Im Bordbuch ist ein Auge abgebildet. Wir machen: Guckst Du und übernehmen den Buchstaben des richtigen Bildes in die Bordkarte.

Schon jetzt wissen wir, dass die spätere Auflösung des Rätsels aus den Buchstaben der GALMINUS, unser Galmeizwerg, ist - steht ja oft genung im Bordbuch!

Parken zum Bootfahrn...
...stell dich nicht so an!

Zurück zum Kindergeburtstag, äh... Bastinsweiher - hier müssen wir Fernlenkbötchen durch einen Parcours steuern. Wir versagen kläglich und holen uns volle 35 Punkte ab. Wie die zustande kommen erschließt sich uns nicht recht. Bezogen auf 5 Punkte für eine fehlende Kontrolle, ist das richtig teuer. Aber in Wirklichkeit "kostet" schließlich eine fehlende oder falsche Kontrolle doch auch 50 Punkte - oder so.

Nach gleichem Schema geht es weiter:
- In Zweifall ist das Alter einer Baumscheibe abzuschreiben.
- In Breinig wird die Höhe des Schlangenbergs abgelesen.
- In Werth werden drei Glascontainer gezählt und das Ergebnis aufgeschrieben,
zwischendurch ein paar Stempelkontrollen.

Radarmessungen des Veranstalters sorgen für eine verhaltene Fahrweise der Teilnehmer - sicher!

Sehr interessant gestaltet sich die Hufeisenwurf-aktion im Mückenloch (Parkplatz im Wald). Man werfe dreimal Hufeisen so, dass sich Hufeisen um Eisenstange wickelt...
Old Shatterhand läßt grüßen - nochmal Maximalpunktzahl = 15 Stück.

Zwischendurch gibt's bürgerliches Mittagessen und eine kilometerlange Schleife, ohne jegliche Kontrollen - langweilig!

Sonst kommen bei der Stadtrundfahrt wohl keine 130 km zustande - schade.

Warum nicht Anfangsbuchstaben von Ortseingangschildern aufschreiben?

Wir besuchen die Altstadt und werden am Savoy abgestempelt. Hier sind Leute und die Wirtin kredenzt erfrischendes Getränk - danke, das ist nett.

Wir fahren zur Burg, identifizieren den Harlekin und lernen, wann Hieronimus von Efferen die Burg wieder aufgebaut hat - und wieder City Cruising.

Leicht gefrustet nehmen wir die letzte Prüfung in Angriff: Mittig zwischen zwei Reifen durchfahren. Anweisung im Bordbuch ist eindeutig; hält sich nur keiner dran und die Streckenposten sind überfordert - schade.

Wie alt ist die Frau vom Förster? Voll unterwegs zur Zeitprüfung. Besuch auf der Burg.
Kupferhof Rosenthal
Im Ziel... ...am Museum Zinkhütter Hof!

Zielankunft am Zinkhütter Hof mit Sekt und Musik - parken. Ein Stück Kuchen mit Kaffee im Ziel-Bistro. Das war's - fast.

Ach ja, da ist ja noch die Siegerehrung. Wir liegen mit 56 Punkten mittig im Mittelfeld - wegen der Bötchen und der Hufeisen.

Andere sind besser - und das ist auch gut so.

Die drei Tagessieger bringen nur je 16 Punkte aufs Kerbholz.

Da entscheidet dann das Alter des Autos über die Platzierung.

Inde River Jazz Band

Schade, dass die Siegerteams nur EINEN Pokal bekommen.

Für 100 Euronen hätte da schon mehr drin sein können. Statt dessen erhalten ALLE Teams eine gläserne Erinnerungsplakette. That's marketing!

Fazit: Stolberg - Chance vertan; aus unserer Sicht. Preis-/Leistungsverhältnis nicht in Ordnung und es ist keine Oldtimer-Veranstaltung für den Euregio-Classic-Cup, sondern eine Marketingveranstaltung der Stadt. Und die Teilnehmer finanzieren sie scheinbar noch selber - schade.

Die Orientierungs- und Zeitprüfungen waren gut; der Rest war "Pillepalle".

Machen wir nicht mehr! Is' nix für uns!

Es grüßt der Stolberger Harlekin - Spaßvogel!