12. Kaiser-Karl-Classic!

17./18.09.2011 - Siebter Lauf zum Euregio-Classic-Cup 2011!

Der Parplatz ist voller schöner Autos.

Auf zur Freunder Landstraße in Aachen-Brand, wo wieder das Veranstaltungszentrum der Kaiser-Karl-Classic eingerichtet ist. Das Restaurent Königs bietet das gewohnt ansprechende Ambiente für die Teilnehmer der diesjährigen Fahrt. 56 Teams und ihre historischen Karossen wollen sich in moderatem Wettstreit messen. Ritterspiele für alte Autos sozusagen... und die Thunder-Mountain-TR-Teams sind wieder mitten drin!

Der Prolog am Samstag

Der Prolog zur Kaiser-Karl-Classic hat ein ganz besonderes Flair. Die Anspannung der Teilnehmer weicht einer fröhlichen Gelassenheit. Es geht ja um Nichts - lediglich um den Startplatz am Sonntag und - ja und natürlich um den "Großen Preis der Bitburger Brauerei". D.h. 2 ltr. Pils für den Ersten (ja - je 2 ltr. für Fahrer und Navigator), je 1 ltr. für die Zweitplatzierten und "eine Halbe" für die Dritten. Das Schöne dabei (neben dem Gerstensaft): die Gläser sind Teil der Preise und gehen in den Besitz der Sieger über. Für Stimmung ist also gesorgt.

Letzte Infos vor dem Start. Bereit zur WP1.

Bevor sicgh am kühlen Nass gelabt werden kann, sind drei Wertungsprüfungen zu absolvieren. Die 11 Sek. Prüfung am Start, der Rundkurs an Camp-Astrid und nochmal die 11 Sekunden am Ziel. Die 11 Sekunden sind für die Meisten Routine und führen zu haarscharfen Ergebnissen, die sich teilweise nur im 100stel Bereich unterscheiden - einige Treffen die 11 exakt - unglaublich präzise.

Rückfahrt von Camp-Astrid. Prost...

Besonders der Rundkurs an Camp-Astrid hat es in sich: Erste Runde eigene Zeit setzen (unter 180 Sek.) - zweite Runde 5 Sek. schneller - dritte Runde 10 Sek. schneller, als die erste Runde fahren. Auch das wird von vielen mit Bravur gemeistert, sodass nach der Zielprüfung nahtlos zum lockeren Grillfest übergegengen werden kann.

Dann folgt die Siegerehrung mit den unverschämt großen Biergläsern: Je 2 ltr. Bit gehen an Klaus Derondeau, Katrin Alfke und den primelgelben (pimrose yellow) TR3, je 1 ltr. Bit fassen René Göbbels, Tina Stange und der silberne Golf und mit je einer "Halben" müssen sich Marc, Walburga und gelber Alfa Kistemann begnügen. Da es sich um echte Siegertypen handelt, werden aber noch viele andere Kehlen mit dem gelben BitSaft geölt - toll!

Der Wertungslauf am Sonntag

Der gestrige Prolog hat die Startnummern ganz schön durcheinander gewirbelt. Das Ergebnis von gestern bestimmt heute die Startreihenfolge - nach dem ausgiebigen Frühstück und der Fahrerbesprechung.

10:30 startet das erste Fahrzeug - nicht! Die zweite Wertungsprüfung ist noch nicht fertig aufgebaut - 15 Minuten Verzug. Dann geht es aber los - mit der bekannten 11 Sekunden-Prüfung - rechts raus, nächste Ampel rechts usw. immer den "Chinesen" nach. Achtung: Selbststempler (hier muss du den Stempel selber in die Bordkarte drücken) und dann gleich rechts aufs Betriebsgelände zur Wertungsprüfung: Nicht einsehbarer Slalomparcours mit Toren und Gassen in 25 Sekunden - sehr ambitioniert. ...und immer auf "Baumaffen" achten!

Start des Vorwagens. Start zur Nullzeit-Prüfung.

Rechts raus und nun Richtung Rothe-Erde, an Philips und "Englebert" vorbei, durch die Unterführung und rechts in die Rottstraße. Hier wartet WP3: Schnitt/Sollzeit - die Sollzeit für die Strecke muss aus einer Schnitt-Tabelle anhand der Entfernung ermittelt werden. Diese Sollzeit wird vom Start bis zum Ziel zu fahren sein. Zwei Fahrzeuge stehen nebeneinander, haben aber unterschiedliche Zeiten. Spektakulär sieht es zwar aus, ist aber echt harmlos - wenn man die Aufgabe denn auch gleich verstanden hat. Nicht unbedingt viel Zeit zum Verstehen ist kaum genug - so ungefähr 30 Sekunden. Das muss reichen, manchmal aber doch nicht.

Kurzer Abstecher zur Jülicher Str. - Stempel abholen - und dann über Haaren und Würselen nach Übach-Palenberg zur WP5. Weil, unterwegs hinter Hofstadt lauerte bereits WP4 als Nullzeitprüfung. Die WP5 ist eine Geschicklichkeitsprüfung, wo möglichst mittig durch ein Tor zu fahren ist - sehr zur Freude der vielen Zuschauer.

In Eschweiler ist auf dem "MB"-Betriebsgelände WP6 aufgebaut - wieder ein Parcours um die Gebäude in fest vorgegebener Zeit. Die Zeit ist moderat gewählt. Nur die beiden "J"-Baumaffen werden vielleicht nicht von allen Teilnehmern erwartet.

Zu Gast auf... ...Schloß Merode.

Weiter Richtung Frenz und Weisweiler, an Langerwehe vorbei nach Pier - unterwegs WP7 als Nullzeitprüfung - und nun schnurstracks zum Schloß Merode. Die Prinzen von Merode mischen sich unter die Teilnehmer und sind äußert interessierte Gesprächspartner. Kaffee und Kuchen entspannen die Gäste und lassen das tolle Ambiente dieses ehrwürdigen Gemäuers richtig geniessen. Danke an die Prinzenfamilie von Merode für die Gastfreundschaft und die schöne Erfahrung.

Nach der Pause kommt WP8 bei der Ausfahrt aus dem Schloßpark. Zwei Eisenplatten sind so zu positionieren, dass die Vorderräder gerade durch die Gasse passen. Der Abstand von den Platten zu den Reifen wird beidseitig gemessen und ergibt die Fehlerpunkte. Berühren der Platten ist "tödlich" und kostet 5 Punkte.

WP in Imgenbroich.

Über Schevenhütte, Vicht, Zweifall und Lammersdorf führt die Strecke nach Imgenbroich. Aber Achtung - nach der Pause gibt es keine "Baumaffen" mehr. Statt dessen sind die beiden ersten Buchstaben der Ortseingangs- schilder in die Bordkarte einzutragen; also SC-VI-ZW-LA oder so ähnlich... Die Geschicklichkeitsprüfung in Imgenbroich (WP9) vordert: Fahren Sie genau 7,50 Meter vor! Je 1 cm Abweichung vom Sollwert gibt es 0,1 Strafpunkte - maximal 5 Punkte. Auch hier Zuschauer "en mass" - weil, es ist Wirtschaftstag in Imgenbroich und alle Leute sind auf den Beinen - toll.

P-Pause an der Hahner Strasse.

WP9 fertig = Rückfahrt grobe Richtung Stolberg. In den Häuserschluchten der Stolberger Einkaufsmeile (Fuss- gängerzone) wird ein Stempel abgeholt. Absperren ist nicht nötig, weil niemand vor den wilden Oldtimern geschützt werden muss - schade eigentlich.

Aber auf Camp-Astrid, da ist wieder "der Bär los". Hier wartet WP10 auf die rustikalen Boliden. In der ersten Hälfte eine Zeit setzen und diese Zeit in der zweiten Hälfte bestätigen. Nur, die zweite Hälfte ist länger und hat eine fiese Schikane eingebaut - und, das alles in maximal 180 Sekunden. Na ja, das sind immerhin ziemlich genau 3 Minuten. Da geht schon was, wenn "man die Kuh so richtig fliegen läßt", wie der Walter R. immer so schön zu sagen pflegte.

Nach WP10 ist am Zinkhütter Hof noch ein Stempel abzuholen, wobei das 1. BMW- Treffen dort ziemlich ignoriert wird, obwohl da auch mansches antike Schätzchen bei den 200 Autos dabei gewesen wäre.

Letzte Prüfung, wer hätte es gedacht? Unsere altbewährte 11 Sekunden-Prüfung im Ziel am Restaurant Königs.

Zurück im parc fermé.

Die trockenen Rallye-Kehlen werden mit kühlem Sekt benetzt bevor es heisst: Gerät abstellen, absatteln und entspannen. Es gibt viel zu erzählen und der Aufruf zum Buffet kommt fast überraschend. Nun, leichtes Magenknurren ist doch vermehrt zu vernehmen. Das reichhaltige Buffet läßt keine Wünsche offen und wird nur kurzzeitig von diversen Ehrungen unterbrochen.

Siegerehrung

Vor dem Nachtisch dann die verdiente Siegerehrung:
Auf Platz 1 und damit Gesamtsieger der 12. Kaiser-Karl-Classic sind Artur B und Kurt F., unser Thunder-Mountain TR6-Team,
Platz 2 geht an Marc und Walburga K. aus E in BE :-) auf Alfa Romeo GTV/6 und
Platz 3 für Marco B. und Andreas H. mit dem Ford Mustang.

Ganz herzlichen Glückwunsch den Siegern und all den Tapferen, die sich der heutigen Herausforderung gestellt haben.

Vielen Dank an die Truppe des MSC-Aachen und ihre Sponsoren. Wir finden: Die Kaiser-Karl-Classic ist eine Klasse für sich!
Und großen Dank an das Team des Restaurants König für die tolle Bewirtung.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.