TS-1651-L Kraftstoffsystem:

Der kann ja nicht ganz dicht sein...

Im eingebauten Zustand macht der Tank ja eigentlich eine solide Figur. Endlich sehen wir einmal einen originalen TR2-Tank, wo 12,5 Gallons oder 57 Liter (56,83) Sprit reingehen. (1 Imp.gal.=4,54609 Liter) Ab TR3 (Okt. 1955) fasst der Tank ja etwas weniger, nämlich 12 Gallonen = 54,55 Liter. Der Tank war leicht modifiziert worden, um für den optionalen Rücksitz Platz zu bekommen.

Sein wahres Gesicht zeigt das Spritreservoir aber an der Unterseite: Hier herrscht der gnadenlose Rostfrass! Ob wir den je wieder dicht bekommen?

Wie es drunter aussieht, geht keinen was an! ...deshalb der hohe Spritverbrauch!

Was der Rostfrass doch so alles anstellen kann!

Die Recherche im Internet lässt uns einen TR2-Alu-Tank mit originalgetreuen Sicken für gut 230 Dollar in USA finden. Die Rückfrage ergibt dann noch 100 Dollar Fracht plus Zoll plus Mehrwertsteuer... lohnt nicht!

Wir bestellen einen Alu-Tank für TR2/TR3 in Germany und sind erstmal happy.

Nur - die Anschlüsse auf der Unterseite des Tanks passen nicht mit den Löchern in unserem Chassis überein. Warum? Weil der Tank in Wirklichkeit für die TR3As ab Fahrgestellnummer 60000 bestimmt ist. Das steht natürlich NICHT in der Artikelbeschreibung. Ob der Anbieter das nicht weiss? Jedenfalls ist er dankbar für den Hinweis, dass es wohl unterschiedliche Tanks für TR2, TR3 und TR3A geben muss. Andererseits - was sind schon ein paar Löscher mehr im Auto? Sieht ja sowieso keiner. Na, so geht es aber nicht, Leute!

Angeblicher TR2/TR3-Alu-Tank aus Germanien. Ohne Karosseriemod. passt dieser Tank nicht ins Auto!

...so geht das aber nicht!

Reparierter Originaltank!

Nach einigem Überlegen verwerfen wir die Idee, einen Alu-Tank in unser Auto einzubauen. Wir wer- den auf keinen Fall neue Löcher in die Karosserie bohren, nur damit ein neuer Tank installiert werden kann.

Das muss auch anders gehen!

Kann der alte Tank denn nicht saniert werden? Wir sprechen mit dem Karosseriebauer unseres Ver- trauens. Doch, das sollte gehen - kriegen wir schon hin!

Tja, und das Ergebnis kann sich dann auch sehen lassen: Tank wie neu!

...und die Löcher sind an den richtigen Stellen. Es ist KEINE Modifikation am Autogehäuse nötig!

Jetzt sollten wir aber einmal testen, ob das Teil auch dicht ist! Gesagt, getan - und es tropft!

Dichtheitsprüfung...! Der ist nicht ganz dicht...)

An der Schweissnaht drückt sich ganz langsam ein Wassertropfen durchs Blech - schade. Die Naht wird noch einmal nachgeschweisst, bis das Wasser im Tank bleibt und keinen Ausweg mehr findet.

Das ist uns aber nicht genug. Um den Tank auch vor aggressiven Substanzen im Inneren (z.B. Super +) zu schützen, bringen wir innen eine Tankversiegelung auf. Das geht nach "Schaltplan" eigentlich ganz gut und wird unseren alten Tank wohl dauerhaft vor Leckagen und Korrosion schützen.