TS-6532-L Vorderachse - Federung - Lenkung!

Kurvenlage...

Die vordere Radaufhängung besteht aus je einem unteren und oberen Dreieckslenker, die an der Rahmenseite in Gummi gelagert sind. Der vertikale Achsschenkel verbindet die Dreieckslenker - oben in einem Kugelkopf und unten in einem Schwenklager geführt. Beim TR2 ist das Schwenklager aus Messing im unteren Dreieckslenker in Gummi gelagert. Bei späteren Modellen wurden hier Buchsen aus Nylon mit Stahleinlagen eingesetzt. Innerhalb der Dreieckslenker verläuft die Schraubenfeder, die sich oben in einem Federdom am Rahmen abstützt. Im Inneren der Feder ist ein Teleskopstoßdämpfer montiert. Die Kon-
struktion der Aufhängung bewirkt einen Sturz des Vorderades von 0 Grad, der nicht einstellbar ist.

Die Lenkung arbeitet nach dem Prinzip des Schneckentriebs. Im Lenkgetriebe setzt der Lenkfinger, der in der Lenkschnecke geführt wird, die Drehbewegung des Lenbkrades in eine Seitwärtsbewegung um. Eine Querstange überträgt die Lenkbewegung über eine Hilfslenkung an die jeweils andere Seite des Fahrzeugs. Spurstangen führen die Lenkkräfte über Kugelköpfe auf die Achsschenkel und damit an die Räder.

Einschränkungen oder Nachteile dieser Konstruktion aus heutiger Sicht sind die hohen Lenkkräfte, besonders im Stand. Die verwendeten Gummilager an der Aufhängung sind ein ständiges Ärgernis und vermitteln durch Verschleiß schon bald ein schwammiges Fahrgefühl.

Abhilfe verschaffen diverse Maßnahmen, wir z.B. verbesserte Fahrwerksbuchsen oder Stabilisator. Eine Umrüstung auf Zahnstangenlenkung wird ebenfalls angeboten. In wieweit die typischen und ursprünglichen Fahreigenschaften der frühen Steckscheiben-TRs noch empfunden werden, überlassen wir dem Urteil des geneigten Lesers.