Kadett Coupé Story:

Meine Kadett Coupé Story!

Kennzeichen: AC-DT 100

1963 - erstes Kadett A Coupé in Stolberg

1963 kauft Freund Peter das erste Kadett A Coupé, das in Stolberg verfügbar ist - Farbe: monzarot

Talbot-Spiegel setzen zusätzliche sportliche Akzente und die Weisswandreifen sind seinerzeit ein Muss.

1963 - man beachten den Rekord P1 im Hintergrund

Peter hat viel Spaß mit dem kleinen Kadett und fährt sogar die ein oder andere Orientierungsfahrt mit Bruder Gerd als Navigator. Schließlich kauft Peters Vater Hans das rote Coupé und fährt es bis 1972.

Hier kommen wir ins Spiel:

Wir haben ja den Job in Rheine angenommen, müssen aber noch wöchentlich nach Aachen, um die Schule fertig zu machen. Momentan fahren wir den "Frosch" bzw. den "ungeliebten Käfer". Das geht für die 260 km Strecken nach Rheine überhaupt nicht. Wir brauchen deshalb ein Gefährt als Übergangslösung, bis die erste Kohle verdient ist. Dann soll ein vernünftiges Auto auf den Hof kommen.

Wir hören durch Zufall, das Hans sein rotes Kadett A Coupé verkaufen will und wir verhandeln einen Preis. Für 1000 Mark geht das schöne Stück über den Tisch. Gut, er hat rund 110.000 km auf der Uhr und knapp 9 Jahre ist für einen Kadett zu der Zeit auch schon ein ziemliches Alter. Nun, das Kadettchen braucht ja nur ein knappes Jahr zu halten und bei Hans wissen wir, was wir kriegen - ein gepflegtes Schmuckstück!.

1972 - unser Coupé ohne Weisswandreifen

Als erstes müssen Streifen ans Auto. Wir entscheiden uns für eine Handbemalung in weiss - keilförmig, was die Dynamik des Autos unterstreicht - ganz im Stil der frühen 70er - wer lacht?

Die Touren nach Rheine macht er mit Links - max speed 145 km/h (laut Tacho) - na ja, bis auf die defekte Lichtmaschine in Remscheid. Wir schaffen es tatsächlich mit dem kaputten Teil bis Rheine und besorgen gleich morgen Ersatz vom Schrottplatz. Noch am Nachmittag ist das Coupéchen wieder einsatzbereit.

Im September 72 machen wir sogar im Kadett unsere "Hochzeitsreise" nach Rheine. Aquarium auf dem Rücksitz mit minimal Wasser drin und draußen Weltuntergang, so reisen wir. Unterwegs fällt der rechte Wischer aus - gut, dass es nicht der Linke ist. Wasser läuft an der Windschutzscheibe ins Auto. Im Fussraum steht das Wasser knöcheltief. Naja - wir hatten die Schweller innen mit Glasfasermatten und Polyester "repariert" und nun kann das Wasser nicht mehr weg. Deshalb sollten wir uns langsam von dem Auto trennen!

Wir bestellen einen neuen Opel Ascona A - 1600 SR in gelb. Den Kadett kauft ein Student für 700 Tacken (hat ja noch 7 Monate TÜV) - er sucht ein Interimsauto - déjà-vu?